Sprint e.V. – Verein für Sozialpädagogische Resozialisierungs- und Integrationsangebote

Öko-Wochenende

Die Grundidee dieser Maßnahme beruht auf der Überlegung, aktiv für die Gemeinschaft etwas zu tun (in dem Fall in der Natur) anstatt eines „passiven Herumsitzens" im Freizeitarrest.

 

Arbeiten statt sitzen, in der Gruppe statt allein

Fünfmal im Jahr findet das Öko-Wochenende statt. Die Jugendlichen und Heranwachsenden leisten sinnvolle Arbeiten in der Natur an einem Wochenende ab. Das Wochenende findet unter päda- gogischer und fachlicher Anleitung statt.

 

Ziele

Die Jugendlichen und Heranwachsenden können sich hier mit der Straftat auseinandersetzen, eine Wiedergutmachung leisten, eine andere Form der Freizeitgestaltung erleben und Gruppenerfahrungen sammeln. Darüber hinaus können Probleme und Konflikte angesprochen werden oder das Jugend- gerichtsverfahren und damit zusammenhängende Straftaten thematisiert werden.

 

Ablauf

Am Mittwoch vor dem Öko-Wochenende findet ein Vortreffen mit allen Teilnehmern statt. Hier werden den Jugendlichen und Heranwachsenden alle wichtigen Informationen über das Wochenende mitgeteilt und organisatorische Angelegenheiten geklärt.
Das anschließende Öko-Wochenende dauert von Freitag, 17:30 Uhr bis Sonntag, 17:30 Uhr. Bettruhe respektive Nachtruhe ist jeweils um 22:00 Uhr.

Am Freitag werden die Teilnehmer von den pädagogischen Betreuern am vereinbarten Treffpunkt abgeholt. Unterbringung erfolgt im Haus für Jugendarbeit des Kreisjugendrings (KJR/FFB). Das Haus für Jugendarbeit ist ein „Selbstversorgerhaus", das heißt die Teilnehmer müssen selbständig kochen und aufräumen. Um die Arbeiten im Haus gerecht zu verteilen, werden die Teilnehmer in verschiedene Dienste eingeteilt. Nach dem gemeinsamen Abendessen wird mit der Gruppe ein thematischer Schwerpunkt bearbeitet (Auseinandersetzung mit der Straftat, ökologische und umweltrelevante Aspekte allgemein und in Hinblick auf die zu verrichtenden Tätigkeiten am Öko-Wochenende mit Hinzuziehung von Fachreferenten).

Am Samstag und Sonntag arbeiten die Teilnehmer ganztägig in der Natur. Einsatzorte sind unter anderem das Fußbergmoos in Überacker oder Naturschutzflächen in Hohenzell. Am Samstagabend finden nach dem gemeinsamen Kochen und Abendessen Gruppenaktivitäten statt. Hierbei wird auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung – ohne die üblichen Konsumgüter – thematisiert und praktiziert. Bei Bedarf werden Einzelgespräche angeboten. Nach dem Arbeitseinsatz am Sonntag wird mit den Teilnehmern eine mündliche und schriftliche Auswertung über das vergangene Öko-Wochenende durchgeführt.



Bei Rückfragen wenden Sie sich an Frau Ilge